Urbanart Festival Winterthur 2014

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Das Sulzer Areal in Winterthur wurde anlässlich des Urbanart Festivals zu einer riesigen Galerie. Vierzehn Künstler aus dem In- und Ausland konnten sich auf dem Gelände austoben. Ob Muralisten, Buchstaben-Spezialisten oder Installations-Künstler – die Fülle an Arbeiten war durch David „Chromeo“ Kümin’s sorgfältige Auswahl gewährleistet. Der junge Fassadenmaler bewies ein gutes Händchen für eine hochwertige Kuratierung. So fanden neben Tika und der Nevercrew unter anderem auch Robert Proch aus Polen sowie die Jungs von Quintessenz Creation, Royal TS und Bond aus Deutschland einen Platz in der riesigen Freiluft-Galerie. Und diese Namen sind alles andere als unbeschriebene Blätter. Wenn man Robert Proch’s Animationsstudien gesehen hat, kann man sein atemberaubenden Dynamik-Verständnis nicht übersehen. Inspiriert davon, übersetzte er eine alltägliche Situation im Pendlerverkehr so eindrücklich um, dass wir froh waren, ein Interview mit ihm zu kriegen und uns das Ganze etwas genauer erklären zu lassen. Da diese Sorte Künstler lieber die Taten als Worte sprechen lässt, war es nicht immer einfach, die Ausnahme-Talente vor die Kamera zu zerren. Bei Bond war das allerdings einfach: Der momentan in Leipzig lebende Globetrotter bemalte seine bisher grösste Wand in diesen Dimensionen in Winterthur. Seine seelenruhige und freundliche Art allein wäre schon Grund genug, den Mann an jedes Festival einzuladen, welches Malertechnisch hohe Ansprüche bietet. Bewaffnet mit Schnur und Kreide erschuf er ein Kunstwerk, dessen Detailreichtum bei vorbeifahrenden Betrachtern Unfälle provozieren. Verlieren konnte man sich auch im Bild von Quintessenz Creation. „Wir wollten zuerst mit Rollern eine Art Aquarell-Look kreieren, doch die Fassade hat zuviel Struktur“, erklären sie. Von Kopf bis Fuss mit Farbe bespritzt grinsten sie um die Wette, während sie das Airless-Gerät mit Farbe fütterten. Die beiden bunten Hunde kamen in ihrem Quintessenz-Mobil direkt von der IBUG, dem Industrie-Brachen-Umgestaltungs-Festival. Dort hatten sie vor einigen Jahren den Winterthurer „Chromeo“ kennengelernt, der sie für das Festival vorgeschlagen hatte. Chromeo selbst malte neben der ganzen Künstler-Betreuung einen Logovorschlag für Implenia direkt an die Wand. Bleibt abzuwarten, ob das Bauunternehmen ebenso viel Humor beweist wie der junge Künstler. Wir erwarten das nächste Urbanart Festival jedenfalls mit Spannung!

urbanartfestival.ch
proch.madkittens.pl
truluv.de
quintessenz-creation.com
facebook.com/chromeo1
blog.hslu.ch/chromeo
tikathek.com
nevercrew.com
knoerle-baettig.com