Noirt

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Der Hase besitzt ein gutes Dutzend Augen, ist aber blind. Ausserdem leuchten seine Augen im Dunkeln. Was nach den Folgen von Tschernobyl klingt, ist im Atelier von Kaspar Wyss Alltag. „Ich finde es sehr spannend, wenn es einen Irritations-Moment gibt beim betrachten“, meint der Luzerner Künstler und zeigt auf ein sorgfältig gerahmtes Bild. Ein riesiger Kraken macht sich an der Kappelbrücke in Luzern zu schaffen, daneben beäugt eine monströse Vogelspinne die Stadt am Vierwaldstättersee. Das sei aber nicht als „Fuck You Moment“ zu verstehen, sondern vielmehr als eine Hommage an Luzern: Man dürfe sich auch mal die grossen Filme-Monster leisten.
Unter dem Namen „Noirt“ verarbeitet Kaspar Wyss momentan hauptsächlich digital seine Ideen zu Bildern, doch auch handwerklich ist er sehr begabt. Seine selbst gefertigten Bilderrahmen warten zwar noch auf eine passende Idee, doch sie sind an sich bereits kleine Kunstwerke. Als er uns einige Tage nach dem Interview Bescheid gab, dass er nun doch noch den Kopf eines präparierten Rehbocks gefunden habe, waren wir sehr gespannt auf seine mutierte Original-Version. Wir wurden nicht enttäuscht…

noirt.ch