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Als kleiner Junge ein Amerika-Fan, sammelte Mustafa Ruckstuhl alles, was man von Coca-Cola kriegen konnte. Vorallem der geschwungene Schriftzug faszinierte ihn so sehr, dass er ihn nachzeichnete. Nach einer Lehre als Schriftenmaler und jahrelangem Schreiben sind Buchstaben immer noch seine täglichen Begleiter. „Wenn ich mal einen Tag nicht schreibe, geht’s mir nicht gut“, grinst der schweizweit einzige Penman in seinem kleinen Zimmer, wo man in unglaublicher Dichte bunte Fragmente und komplette Alphabete verschiedenster Schriftstile findet. Während heute die meisten Menschen noch knapp ihre Einkaufsliste von Hand schreiben, staunt man nicht schlecht, wenn man einen von Herrn Ruckstuhl’s Brief-Umschlägen per Post kriegt. Denn als Anfangs des 20. Jahrhunderts die Schreibmaschine einem ganzen Berufsstand den Gar ausmachte, starb die Kunst des schönen Schreibens beinahe aus. Heute kann beinahe jeder mit einem Computer seine eigenen Schilder oder Logos erstellen, doch von Hand solche Buchstaben zu kreieren, das ist eine andere Schule. Zum Glück gibts Menschen wie Mustafa Ruckstuhl, die diese Tradition auf sehr erfrischende Weise fortführen.
Wir durften uns von ihm verschiedene Techniken & Schriften zeigen lassen und plauderten ein wenig über schlecht spationierte Schriften und Tools, die man in der Schweiz NOCH nicht findet.

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