Kolly Gallery

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Seit er 12 Jahre alt ist, hat Julien Kolly sich für Graffiti interessiert und es auch selbst gemacht. Heute besitzt er eine Kommunikationsagentur und ist Galerist. Viele der Künstler, die bis im Februar 2015 in der Gruppenausstellung „Past & Future“ ausstellen, kennt Julien Kolly von früher. Einer davon ist TILT. Der Franzose ist ein aufgeweckter und sympathischer Typ, der seine Wurzeln nicht vergessen hat: Während viele sich von den Strassen abgewandt haben, als sie den Schritt in die Galerie schafften, verziert er auf seinen Reisen die Strassen fremder Städte und auch hin und wieder mal einen Zug. Das Interview führte über den Kontakt mit der Schweizer Polizei zu Sex im Hochzeitskleid der Mutter bis hin zu gesellschaftlichen Problemen.

Eher seriös, aber nicht weniger interessant geht es bei Thierry Furger zu und her. Der frisch gebackene Familienvater ist zwar noch relativ neu in der Galerie-Welt, doch die Qualität seiner Arbeit ist (vorallem mit etwas Hintergrundwissen) schwer zu übersehen.

Smash137 aus Basel sollte allen Leuten ein Begriff sein, die in der Schweiz irgendetwas mit Buchstaben zu tun haben. Der Basler lebte eine Zeit lang in Barcelona, nachdem ihn Vater Staat freundlich darauf hingewiesen hatte, dass seine Farb-Eskapaden etwas aus dem Ruder gelaufen waren. In verlassenen Fabriken am Stadtrand konnte er seinen abwechslungsreichen Style noch mehr verfeinern, während seine Arbeiten für die Galerien mehr in Richtung Malerei gehen.
Last but not least gibts noch jemanden von der grössenwahnsinnigen Sorte: MadC. Die Dame aus Deutschland hatte bereits im vergangenen September in der Kolly Gallery eine Ausstellung (‚Reflections‘) und ist auch sonst überall auf der Welt gut vertreten. Seit 2001 ist sie bei den Bandits Dresden, dazu kommen die Wallnuts aus New York und als wäre das nicht schon genug, gehört sie auch noch zu den StickUpKids. Ganz schön viel, könnte man jetzt denken, doch das hat seine Gründe. 2010 bemalte MadC eine 700 qm grosse Wand, welche die Geschichte eines Writers erzählt. Dafür wurde sie von Molotow gesponsert, mit denen sie auch noch schnell 65 neue Farbtöne entwickelte. Nett. Aber bei weitem noch nicht alles.

Wir hätten wahrscheinlich zehn Sendungen füllen können wenn an der Vernissage alle der Ausstellenden Künstler anwesend gewesen wären, doch auch „nur“ mit vier haben wir schon sehr unterhaltsame 25 Minuten Material gekriegt. Wir sind gespannt auf die kommenden Solo-Shows und zeigen euch hier zwischen den Interviews die ausgestellten Werke.

kollygallery.ch
graffitilt.com
thierryfurger.ch
smash137.com
madc.tv